Wie wird die Diagnose "Rechenschwäche" gestellt?
Unsere Diagnostik hat zum Ziel, die Lernausgangslage und die mathematische Denkweise des Kindes genau zu untersuchen. Hauptbestandteile der Diagnostik sind:
- Ein gezieltes Gespräch mit dem Kind über seine Herangehensweise an mathematische Aufgabenstellungen ("Lautes Denken")
- Analyse der Fehler und Rechenwege
- Verhaltensbeobachtung
Außerdem werden die Analyse von Dokumenten (u.a. Klassenarbeiten) und die Befragung der Eltern zu medizinischen und psychosozialen Besonderheiten in der kindlichen Entwicklung mit in die Diagnostik einbezogen.
In einem anschließenden Beratungsgespräch werden geeignete Maßnahmen und die Möglichkeit einer Dyskalkulietherapie besprochen. Abschließend erhalten die Eltern einen ausführlichen schriftlichen Diagnostikbericht mit einem qualitativen Fehlerprofil ihres Kindes. Das Erkennen der Rechenschwäche hilft, viele Fehler im Umgang mit rechenschwachen Kindern und Jugendlichen zu vermeiden.
Das Diagnoseverfahren
Das Verfahren zur Erfassung der mathematischen Entwicklungs- und Lernschwierigkeiten und zur Bestimmung der mathematischen Lernausgangslage des Kindes ist in unserer Einrichtung entwickelt worden. Es orientiert sich an der von dem Schweizer Entwicklungspsychologen Jean Piaget entwickelten Vorgehensweise des Klinischen Interviews zur Erfassung der Denkweise des Kindes.
Interessierte werden zur näheren Erläuterung der Diagnostikmethode auf folgende Literatur verwiesen:
- Ginsburg, H.: Entering the child's mind: The clinical interview in psychological research and practice. Cambridge University Press 1997
- Gerster, H.-D.; Schultz, R.: Schwierigkeiten beim Erwerb mathematischer Konzepte im Anfangsunterricht. Bericht zum Forschungsprojekt Rechenschwäche - Erkennen, Beheben, Vorbeugen. Pädagogische Hochschule Freiburg 2000.
- Was ist Rechenschwäche?
- Symptome
- Diagnostik
- Therapie
Studientag Rechenschwäche

Bericht und Fotos vom Studientag Rechenschwäche hier
Radiosendung zu Dyskalkulie
Unter dem Titel "Wenn vor lauter Zahlen der Kopf zerbricht" sendete der Deutschlandfunk am 6. Februar 2010 einen Beitrag über Dyskalkulie. Experten im Studio sind Martina Schneider (LZR Köln) und Hans-Joachim Lukow (OZmL Osnabrück).
Weitere Infos hier
Ferienkurs Bruchrechnung
Das LZR bietet in den Osterferien (6. bis 9. April) einen Intensivkurs zur Bruchrechnung an. Es werden die Grundlagen der Bruchrechnung sowie die lebenspraktische Anwendung vermittelt.
Information
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Anmeldung: postalisch oder per Mail
Fortbildung
Info-Abende im LZR
Grundlegendes Wissen über Rechenschwäche für Eltern und Lehrer (verschiedener Schulformen). mehr
Rechenschwäche-Journal
"Kopf und Zahl"
Die 12. Ausgabe des kostenlosen Rechenschwäche-Journals kann als pdf-Datei hier bestellt werden.
Die nächste Ausgabe erscheint im April 2010.